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Rechnungskauf und Lastschrift kann ein Shop selbst anbieten oder abgeben. Paymorrow ist der Weg, sie abzugeben: Der Anbieter prüft Anschrift und Bonität, übernimmt das Ausfallrisiko und führt das Debitorenmanagement. Bei der Lastschrift verwaltet er zusätzlich die SEPA-Mandate, Rückbuchungen und Nachbelastungen. Für den Käufer ändert sich der Ablauf kaum. Er zahlt auf Rechnung wie gewohnt, überweist aber an ein Konto von Paymorrow statt an Ihres, und er muss zwei Angaben mehr machen als sonst. Beide Zahlungsarten lassen sich unabhängig voneinander über Paymorrow abwickeln, und die Einrichtung läuft für beide fast gleich. Diese Seite beschreibt sie gemeinsam und nennt die Unterschiede an den Stellen, an denen es welche gibt.
Die Lastschrift lässt sich entweder über Paymorrow oder direkt abwickeln, nicht beides nebeneinander. Beide Wege belegen denselben Konfigurationsabschnitt <PaymentDebitNote-Txt>.

Was Paymorrow verlangt

Ob jemand Privat- oder Firmenkunde ist, entscheidet allein das Feld Firma in der Rechnungsadresse. Ist es gefüllt, meldet der Shop den Vorgang als B2B an, sonst als B2C. Die Telefonnummer nimmt der Shop bevorzugt aus der Rechnungsadresse, Festnetz oder Mobil. Erst wenn dort keine steht, greift er auf das Feld zurück, das Sie bei der Zahlungsart abfragen. Fragen Sie die Telefonnummer also ohnehin schon in der Adresse ab, ist das Zusatzfeld nur die Rückfallebene. Auch die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer geht mit, sobald sie in der Rechnungsadresse steht. Dafür brauchen Sie nichts einzurichten.

Wie der Bezahlvorgang abläuft

Paymorror
  1. Der Käufer wählt die Zahlungsart und ergänzt die fehlenden Angaben.
  2. Nach dem Absenden der Bestellung prüft Paymorrow Anschrift und Bonität über Auskunfteien.
  3. Bei Erfolg und Rechnungskauf bekommt der Käufer die Bankverbindung von Paymorrow angezeigt, an die er überweist. Bei Erfolg und Lastschrift ist der Vorgang für ihn beendet.
  4. Bei Ablehnung landet er zurück auf der Zahlungs- und Versandartenseite mit einem Hinweis und der Bitte, eine andere Zahlungsart zu wählen.
Die Bankverbindung, die der Käufer beim Rechnungskauf sieht, ist nicht Ihre. Es ist ein Konto von Paymorrow, von dem die Zahlungen an Sie weitergeleitet werden. Eingerichtet wird das im Abwicklungskonto bei Paymorrow, nicht im Shop.

Abweichende Lieferadressen

Für Neukunden ist eine abweichende Lieferadresse grundsätzlich nicht zulässig. Für Bestandskunden kann sie erlaubt werden, das müssen Sie aber vorher mit Paymorrow abstimmen. Schalten Sie sie nicht einfach frei.

Schritt 1: Vertrag und Freischaltung

Schließen Sie einen Vertrag mit Paymorrow ab und lassen Sie die Zahlungsart anschließend von WEBSALE freischalten. Dabei wird auch eine besondere Konfiguration eingerichtet, die für den Testbetrieb gebraucht wird. Für die Lastschrift über Paymorrow kommt eine Voraussetzung dazu: Das SEPA-Lastschriftverfahren muss in Ihrem Shop bereits eingerichtet sein. Wegweiser: Lastschrift, für die Einrichtung des SEPA-Verfahrens

Schritt 2: Zahlungsart anlegen

Welcher Abschnitt es ist, hängt von der Zahlungsart ab. Bei der Lastschrift übernehmen Sie den bestehenden Abschnitt der bisherigen Lastschrift und ergänzen die Paymorrow-Parameter. Alle Parameter des SEPA-Verfahrens bleiben dabei erhalten.
Die Anredecodes stammen aus Ihrer salutation.dat. Fehlt ein Code in beiden Listen, meldet der Shop kein Geschlecht an Paymorrow. Das ist kein Fehler, kann aber die Annahmequote drücken.
Die vier …Number-Parameter sind Pseudo-Produktnummern und dürfen nicht aus dem Nummernkreis Ihrer echten Produkte stammen. Die zugehörigen …Name-Parameter dürfen außerdem nicht leer bleiben. Stimmen Sie die Nummern mit dem Verantwortlichen für die Warenwirtschaft ab.
Paymorrow bekommt den Warenkorb positionsweise übergeben. Zahlungskosten, Zuschläge, Rabatte und Versandkosten lassen sich dort nicht als Korrektur abbilden, sie gehen deshalb als eigene Positionen mit. Deshalb brauchen sie Nummer und Namen. Referenz: Abschnitt PaymentPaymorrow-Txt · Abschnitt PaymentDebitNote-Txt · Abschnitt PaymentXXX-Txt

Schritt 3: Telefonnummer und Geburtsdatum abfragen

Zwei Zusatzabfragen im selben Abschnitt. Die Kennungen sind fest vorgegeben, nur beim Geburtsdatum unterscheiden sie sich zwischen den beiden Zahlungsarten.
UserDependency = private sorgt dafür, dass das Geburtsdatum nur abgefragt wird, wenn das Feld Firma leer ist. Firmenkunden bekommen es nicht zu sehen. Referenz: Abschnitt +CountryRule

Schritt 4: Zahlungsart auf eine Kundenart beschränken (optional)

Wollen Sie Paymorrow nur Privatkunden anbieten, schließen Sie die Firmenanrede aus.
03 steht in diesem Beispiel für „Firma”. Prüfen Sie den Code in Ihrer eigenen salutation.dat nach.
Der Filter greift nur, wenn das Feld SalutationCode im Abschnitt <AddressFields-Txt> aktiviert ist.
Referenz: Abschnitt AddressFilter · Konfiguration salutation.dat

Schritt 5: Hinweismeldungen hinterlegen

Der Name der Fehlermeldung unterscheidet sich zwischen den beiden Zahlungsarten.
Referenz: Abschnitt NotifyMessages-Txt

Schritt 6: AGB-Zustimmung umplatzieren

Die Zustimmung zu den AGB muss bei Paymorrow zwingend auf der Adressseite ws_address_combined.htm erfolgen, nicht erst auf der Bestellübersicht. Steht das Auswahlkästchen in Ihrem Shop woanders, müssen Sie es umplatzieren.
Wegweiser: AGB akzeptieren

Schritt 7: Kontodaten anzeigen (nur Rechnungskauf)

Beim Rechnungskauf braucht der Käufer die Bankverbindung, an die er überweisen soll. Sie gehört auf die Bestelleingangsbestätigung in allen drei Ausprägungen: ws_confirm.htm, pdf_confirm.htm und mail_customer_order.htm.
Die Klammerung sorgt dafür, dass der Block nur bei einer Bestellung mit Paymorrow erscheint. Zusätzlich gibt es ~PAYMORROWPI-recipientNBAN~ für die Kontonummer und ~PAYMORROWPI-recipientNBC~ für die Bankleitzahl. Für den SEPA-Zahlungsverkehr reichen IBAN und BIC. Referenz: PAYMORROWPI-Tags

Schritt 8: Firmendaten abfragen (optional)

Bei Firmenkunden lässt sich die Annahmequote erhöhen, indem Sie Rechtsform, Firmeninhaber und Registernummer mitschicken.

Erweiterten Modus einschalten

Das gehört in denselben Abschnitt wie die Zahlungsart selbst. Der Modus wirkt nur, wenn das Feld Firma gefüllt ist.

Felder anlegen und zuordnen

Legen Sie für Rechtsform, Firmeninhaber und Registernummer Suffix-Felder in den Adressdaten an. Danach verknüpfen Sie diese Felder mit den Parametern von Paymorrow.
Übergeben Sie entweder Rechtsform und Firmeninhaber oder Rechtsform und Registernummer. Alle drei zusammen führen zu Fehlern.
Die Umsatzsteuer-Identifikationsnummer gehört nicht in diese Zuordnung. Sie geht ohnehin mit, sobald sie in der Rechnungsadresse steht, und zwar unabhängig vom erweiterten Modus.
Wenn Sie die Rechtsform als Auswahlliste anbieten, dürfen die Werte in Value nicht nur aus Ziffern bestehen. Ein Eintrag 01 wird von Paymorrow abgelehnt. Welche Werte erwartet werden, erfahren Sie bei Paymorrow.
Felder, die im Einzelfall nicht gebraucht werden, beispielsweise die Registernummer bei einer Einzelfirma, blenden Sie über den Abschnitt <AddressFields-InputVisibility> aus. Referenz: Abschnitt Paymorrow-Mapping · Abschnitt PaymorrowDebit-Mapping · Wegweiser: Prüfungen von Adressdaten festlegen

Eigene Meldungen je Antwort

Paymorrow antwortet nicht nur mit Ja oder Nein, sondern mit einer Kombination aus mehreren Angaben. Darauf lassen sich eigene Texte legen, damit der Käufer erfährt, woran es lag.
declineFinal = N bedeutet, dass der Käufer es nach einer Korrektur erneut versuchen kann. Bei Y ist die Entscheidung endgültig, und ein Hinweis auf die Adresse wäre irreführend. Materialien: Beispiel-Konfiguration für Fehlermeldungen

Schritt 9: Testen

Beide Zahlungsarten setzen TestMode = yes in ihrem Abschnitt voraus. Der Aufruf unterscheidet sich. Rechnung mit Paymorrow
Lastschrift mit Paymorrow braucht zusätzlich den eigenen Parameter:
Im Template lässt sich der jeweilige Testbetrieb anzeigen:
Für den Testbetrieb richtet WEBSALE eine eigene Konfiguration ein. Das geschieht zusammen mit der Freischaltung. Melden Sie sich nach den Tests wieder bei Ihrem WEBSALE-Ansprechpartner, damit auf den Produktivbetrieb umgestellt wird. Ohne diesen Schritt bleibt die Anbindung im Testbetrieb, auch wenn Sie TestMode auf no setzen.
Wegweiser: Testmodi des Shops ein- und ausschalten

Schritt 10: Bisherige Lastschrift abschalten

Dieser Schritt betrifft nur die Lastschrift. Haben Sie sie bisher direkt angeboten, darf die alte Konfiguration nicht daneben stehen bleiben, denn beide belegen denselben Abschnitt. Setzen Sie den bisherigen Abschnitt zunächst auf Allow = no und löschen Sie ihn, sobald die Umstellung steht.

Bestelldaten

Die Feldbeschreibungen stehen in der Dokumentation der Bestelldaten-Schnittstelle.

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