Die Datei anlegen
Die global.config liegt im Online-Servicebereich im Dienst “Konfiguration” direkt unter “Global”. Um sie anzulegen, klicken Sie rechts neben dem Wort “Konfigurationen” auf das Symbol “neue Konfiguration anlegen” und geben der neuen Konfiguration den Namen global. Die Endung ergänzt das System selbst.
Wer die Datei liest
Die global.config wird nicht nur vom Shopsystem selbst ausgewertet. Je nach Abschnitt liest sie ein anderes Programm, und das erklärt, warum sich manche Änderungen sofort auswirken und andere erst mit dem nächsten Lauf eines Hintergrundprogramms.
Das Shopsystem liest die global.config bei Bedarf innerhalb eines Seitenaufrufs. Änderungen an den Abschnitten, die das Shopsystem auswertet, greifen deshalb unmittelbar. Die Abschnitte für Importe, Auswertungen und die Gutscheinverwaltung werden erst beim nächsten Lauf des jeweiligen Programms oder beim nächsten Aufruf der jeweiligen Seite im Servicebereich gelesen.
Common
Der Abschnitt sammelt einzelne Grundeinstellungen, die zu keinem eigenen Abschnitt gehören.FORMTagsResetInputCounter ist vor allem auf Seiten sinnvoll, die Produktdaten dynamisch vorladen, beispielsweise über CAT-AdvData oder CAT-LoadData. Liegen dort mehrere Produktformulare auf einer Seite, dann können sich die fortlaufend vergebenen Feldnamen überschneiden und Eingaben dem falschen Formular zugeordnet werden. Mit test schalten Sie die Umstellung zunächst nur im Testmodus des Shops scharf und prüfen die Auswirkung, bevor Sie auf yes gehen.
Conversions
Legt fest, ob die Zusatzeingaben zu Produkten hex-kodiert in die Bestelldaten übergeben werden. Das ist dann nötig, wenn die Eingaben Zeichen enthalten können, die das Format der Bestelldaten stören, beispielsweise Zeilenumbrüche.
Es gibt genau 20 Zusatzeingabefelder je Produkt, deshalb endet die Reihe bei 20. Ein einzeln gesetzter Parameter gewinnt immer, auch wenn er
none sagt und die Vorgabe hex lautet. Jeder Wert außer hex wird als none gelesen.
Die kodierten Werte stehen in den Bestelldaten im Block ExtraInput_<Nummer> der jeweiligen Position. Die empfangende Warenwirtschaft muss die Kodierung kennen und rückgängig machen.
ProductDataFieldInjection
Setzt Produktdatenfelder für Testszenarien, ohne dass die Daten aus der Warenwirtschaft geändert werden müssen. Damit lassen sich Produktinformationen kurzfristig ergänzen, überschreiben oder leeren.Unterabschnitt +InjectData
Jeder Unterabschnitt+InjectData beschreibt eine Regel. Sie können beliebig viele davon anlegen.
Unterabschnitt +SetData
Innerhalb von+InjectData legen Sie mit beliebig vielen Unterabschnitten +SetData fest, welche Felder welchen Wert bekommen.
Muster für ProductPattern-List
PN: prüft die Produktnummer, PI: den Produktindex. Als Platzhalter steht * für beliebig viele Zeichen und ? für genau ein Zeichen.
Der Abschnitt wird nur ausgewertet, wenn die Funktion für den Shop freigeschaltet ist. Ist sie das nicht, dann protokolliert das Shopsystem einen Fehler und überspringt den gesamten Abschnitt. Die Freischaltung erhalten Sie über Ihren WEBSALE Ansprechpartner.
SpecialUserCodes
Füllt Suffixfelder der Rechnungsadresse automatisch, wenn der Kunde einen vordefinierten Code eingibt oder über einen Link mit dem passenden Parameter in den Shop kommt. Damit lassen sich Kunden beispielsweise bei der Registrierung einer Kundengruppe oder einem Vertriebskanal zuordnen. Der Kunde gibt dabei nur einen lesbaren Alias ein. Welcher technische Wert daraus wird, steht ausschließlich in dieser Konfiguration und ist für den Kunden weder sichtbar noch beeinflussbar.XXL ein, dann steht anschließend im Suffixfeld 13 der Rechnungsadresse der Wert gold.
Der Vergleich der Eingabe unterscheidet nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Ein Eintrag mit
+Input = XXL greift deshalb auch bei der Eingabe xxl. Eine zweite +Input-Zeile für dieselbe Schreibweise in anderer Groß- und Kleinschreibung ist unnötig. Mehrere +Input-Zeilen brauchen Sie nur für wirklich verschiedene Aliasnamen.
Die Funktion arbeitet nur für angemeldete Kunden. Bei einem Treffer schreibt das Shopsystem den Wert in die Rechnungsadresse und speichert diese. Schlägt dabei die Adressprüfung oder das Speichern fehl, dann werden alle in diesem Aufruf gesetzten Suffixwerte wieder zurückgenommen.
Für das Eingabefeld und die Rückmeldungen im Template steht die Tag-Familie SUC- zur Verfügung.
SpecialW2PConditions
Legt fest, unter welchen Bedingungen ein als “bedingt Web-to-Print-fähig” gekennzeichnetes Produkt tatsächlich Web-to-Print-fähig ist. Geprüft werden Suffixfelder der Rechnungsadresse des Kunden.Werte für Type
Das folgende Beispiel macht ein bedingt Web-to-Print-fähiges Produkt verfügbar, sobald eines der beiden Felder
Suffix15 oder Suffix16 der Rechnungsadresse gefüllt ist.
SubShopMapping
Fasst Subshops zu Gruppen zusammen und legt fest, wie Produkte und Kategorien zwischen den Subshops einer Gruppe einander zugeordnet werden. Darauf baut beispielsweise die automatische Erzeugung der hreflang-Attribute auf.
Die Pfadangaben zu den Zuordnungslisten stimmen Sie mit der WEBSALE Technik ab, damit die Dateien an der erwarteten Stelle liegen und zum richtigen Zeitpunkt gelesen werden.
Wegweiser: Automatische Erzeugung des hreflang-Attributs
TopSeller
Steuert zwei Funktionen, die sich den Abschnitt teilen, aber unabhängig voneinander sind: die Sortierung nach Topsellern und die Funktion “Top-30-Produkte”.
Die Auswertung läuft in einem Hintergrundprogramm. Eine geänderte Einstellung wirkt sich erst aus, wenn dieses Programm das nächste Mal läuft und die Tabelle neu aufbaut.
Wegweiser: Sortierung nach Topseller, Top-30-Produkte
ChargeLabel
Legt fest, ob beim Anlegen einer Gutschein-Charge ein Label angegeben werden muss.
Wegweiser: Gutscheine anlegen und importieren
ChargeLabelValues
Füllt die Auswahlliste, aus der beim Anlegen eines Gutscheins oder einer Gutschein-Charge das Label gewählt wird.
Wegweiser: Gutscheine anlegen und importieren
VoucherNumberCharacters
Schließt einzelne Zeichen von der automatischen Erzeugung der Gutscheinnummern aus. Sinnvoll ist das bei Zeichen, die beim Abtippen leicht verwechselt werden, beispielsweise1 und I.
Der Gutschein-Generator verwendet ohnehin nur einen Teil des Alphabets. Die Ziffer
0 und die Buchstaben O, W und X kommen in erzeugten Gutscheinnummern nicht vor. Diese Zeichen auszuschließen ändert deshalb nichts. Die Verwechslungsgefahr zwischen 0 und O besteht bei erzeugten Nummern also gar nicht.
Die Einstellung gilt plattformweit für alle Shops und Subshops. Sie wirkt nur auf automatisch erzeugte Nummern. Eine von Hand vergebene Gutscheinnummer wird davon nicht eingeschränkt.
Abschnitte für Importe und Fremdsysteme
Diese Abschnitte gehören zu Schnittstellen und werden nicht vom Shopsystem, sondern von den jeweiligen Importprogrammen gelesen. Hier stehen nur die Parameter, die im Shop sichtbar werden.CustomerImportPro
Betrifft den Kundenimport, insbesondere die Umwandlung von Zeichensätzen.ProductImportPro
Betrifft den Produktimport, unter anderem die Umwandlung von Zeichensätzen.ImportCharsetConvertMap
Legt die Zeichensatz-Umwandlungstabelle für die Importe fest. Der Abschnitt kann mehrfach vorkommen und wird deshalb mit einem Pluszeichen geschrieben.FuturaECS
Betrifft ausschließlich das Warenwirtschaftssystem Futura.Weitere Abschnitte
Das Shopsystem wertet in der global.config vier weitere Abschnitte aus. Sie gehören zu Funktionen, die gesondert freigeschaltet und gemeinsam mit WEBSALE eingerichtet werden.TaxCases
Definiert Ländergruppen, auf die sich die Steuerfall-Schnittstelle bezieht. Die Gruppen werden in zwei Unterabschnitten gebildet, einmal nach Lieferland und einmal nach Herstellungsland.PaymentBruteForceProtection
Sperrt Zahlungsarten nach wiederholt fehlgeschlagenen Zahlungsversuchen, getrennt nach Sitzung und nach IP-Adresse, und kann zusätzlich ein Captcha erzwingen.
Ein Eintrag der Sperrzeitenliste besteht aus der Zahl der Fehlversuche und der Sperrdauer in Sekunden, beide in runden Klammern und durch einen Doppelpunkt getrennt. Mehrere Einträge werden aneinandergereiht.
Es gilt immer der Eintrag mit der höchsten erreichten Schwelle. Eine Sperrdauer über 48 Stunden wird auf 48 Stunden gekürzt. Der Wert
permanent wirkt nur in der Sitzungsliste. Eine IP-Adresse wird nie dauerhaft gesperrt, auch wenn permanent konfiguriert ist.
