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Die Adresse einer Seite ist einer der wenigen Rankingfaktoren, die Sie vollständig selbst bestimmen. WEBSALE V8s arbeitet dafür auf drei Ebenen, die aufeinander aufbauen. In der V8s sind SEO-URLs bereits aktiviert und sofort nutzbar. Die Basis-Link-Optimierung schaltet sich mit ihnen automatisch mit. Dieser Abschnitt beschreibt vor allem, wie Sie den Aufbau anpassen und wie Sie einen bestehenden Shop umstellen.
Damit der Shop überhaupt SEO-URLs bilden kann, muss jeder Subshop eine eigene Domain haben. Lässt sich das ausnahmsweise nicht einrichten, setzen Sie in der shop.config den Parameter AddShopAndSubshopIDInRobotCanonical.
Materialien: URL-Parameter

Globale Einstellungen

Diese Einstellungen gelten für alle SEO-URLs eines Subshops und stehen im TopRank-Manager unter “URL-Einstellungen”. “Eine URL je Produkt” ist die wirksamste Maßnahme gegen doppelten Inhalt bei Produkten, die in mehreren Kategorien hängen. Ohne sie bekommt dasselbe Produkt je Kategoriepfad eine eigene Adresse.

Eine URL je Produkt einrichten

Ohne diese Einstellung hängt der Shop an jede weitere Adresse desselben Produkts ein Suffix wie -1, -2 oder -3 an. Mit ihr bleibt eine einzige Adresse übrig, unabhängig davon, in wie vielen Kategorien das Produkt hängt. Die Funktion ist kostenfrei. Voraussetzung ist der neue TopRank-Manager. Verfügen Sie noch nicht über diese Version, wenden Sie sich an WEBSALE, um sie freischalten zu lassen. Die Checkbox “Nur eine URL je Produkt erzeugen” finden Sie anschließend im TopRank-Manager unter “URL-Einstellungen”. Sie lässt sich erst setzen und speichern, wenn ein Schema für die Produkt- und Kategorie-URL definiert ist. Damit die bisherigen Adressen mit Suffix weiter funktionieren, aktivieren Sie im TopRank-Manager zusätzlich die Option “bisher bekannte URLs merken (empfohlen)”. Der Shop leitet Besucher dann automatisch auf die neuen Adressen weiter.

Den Kategoriepfad im Breadcrumb erhalten

Mit nur einer URL je Produkt kennt die Produktseite den Kategoriepfad nicht mehr, über den das Produkt aufgerufen wurde. Ein Breadcrumb zeigt dann immer die erste Kategorie der Hierarchie. Wollen Sie stattdessen den tatsächlich benutzten Pfad anzeigen, merken Sie sich den Kategorieindex auf der Kategorieseite in einem freien Session-Parameter. Die Klammerung mit ST-CatPage sorgt dafür, dass das nur auf Kategorieseiten geschieht.
Auf der Produktseite setzen Sie den gemerkten Index dann mit PR-SetActiveCatIndex(). Der freie Design-Parameter stellt sicher, dass das Tag nur auf der Produktseite greift.
Diese Template-Anpassung ist optional.

Codierung der Begriffe

Aus Kategorie- und Produktnamen bildet der Shop die sprechenden Teile der URL. Enthalten sie Leerzeichen, Umlaute oder andere Sonderzeichen, werden diese nach den Internetnormen codiert. Alles außer a bis z, A bis Z und 0 bis 9 wird ersetzt. Aus der Kategorie “Broschüren” wird damit Brosch%fcren. Lesbar ist das nicht. Über den Abschnitt LinkNameEncoding in der shop.config legen Sie eigene Regeln fest. Variante 1: deutsche Umlaute auflösen. Gut lesbar in jedem Browser und für Suchmaschinen brauchbar.
Aus “Broschüren” wird damit Broschueren. Variante 2: UTF-8-Ersatzzeichen. Suchmaschinen und moderne Browser zeigen den Umlaut an.
Variante 3: Zeichen entfernen. Mit dem Ersatzwert $delete verschwindet ein Zeichen ganz.
Aus der Kategorie *S*i*l*b*e*r* wird damit Silber.
Das Rautezeichen muss als $hash geschrieben werden, sonst wird es als Kommentarbeginn gelesen und die Zeile verschwindet.Leerzeichen lassen sich nicht umkonfigurieren. Sie werden immer zum Bindestrich, was für Suchmaschinen ein gültiges Trennzeichen ist.
Sie brauchen nur die Zeichen zu definieren, die abweichend behandelt werden sollen. Das sind je Sprache meist nur eine Handvoll. Referenz: Abschnitt LinkNameEncoding

Der Aufbau je Seitentyp

Startseite

Die Startseite wird ohne jeden Parameter aufgerufen, allein über die Hauptdomain des Subshops.

Kategorien und Produkte

Beide werden im TopRank-Manager konfiguriert, und beide verwenden dasselbe Tag SEO-Cat() für den Kategoriepfad. Der Unterschied besteht nur darin, dass die Produkt-URL zusätzlich SEO-PR-Name anhängt. Das Tag SEO-Cat() nimmt vier Angaben: wie viele Ebenen von oben, wie viele von unten, das Trennzeichen und die Richtung. Zum Durchspielen dient dieses Produktmenü. Der Kunde steht in “Kurzarm”, das geöffnete Produkt heißt “Seidenbluse”.
Für Produkte wird dasselbe Tag dem Produktnamen vorangestellt: Der vierte Parameter steuert die Richtung: n für die gewohnte Reihenfolge von oben nach unten, r für die umgekehrte. Überschneiden sich die Angaben für oben und unten, entstehen doppelte Ebenen im Pfad. Der Shop erkennt und entfernt sie. Aus einem theoretischen /Damen/Oberbekleidung/Adidas/Oberbekleidung/Adidas/Blusen/Kurzarm wird /Damen/Oberbekleidung/Adidas/Blusen/Kurzarm. Statt der Namen lassen sich eigene Begriffe hinterlegen: für Kategorien im TopRank-Manager unter “Begriffe zur Bildung der URL”, für Produkte über das Feature SEO-Content für Produkte.
Tragen Sie erst alle Kategoriebegriffe vollständig ein und schalten Sie sie dann gemeinsam live. Setzen Sie dazu im Abschnitt TopRank den Parameter UseSeoNameForCategoryLink-Allow zunächst auf no und erst nach Abschluss der Pflege auf yes. Sonst ändern sich die Adressen nach und nach, und jede Änderung kostet eine Weiterleitung.
Referenz: SEO-Cat · SEO-PR-Name Wegweiser: SEO-Content für Produkte

Informationsseiten

Statische Seiten wie Impressum oder Kontakt haben keine Daten, aus denen sich ein Begriff bilden ließe. Ohne Zutun liefert der Shop hier eine Adresse mit Parametern aus. Im TopRank-Manager unter “URLs von Informationsseiten” hinterlegen Sie je Seite die gewünschten Begriffe. Ob eine Informationsseite dort überhaupt auftaucht, hängt von zwei Regeln ab: Beide Regeln sind im Auslieferzustand eines neuen Shops bereits erfüllt. Halten Sie sich daran, dann erscheinen neue Informationsseiten von selbst im TopRank-Manager.

Checkout und Kundenkonto

Diese Seiten sind für Suchmaschinen nicht erreichbar und damit ohne SEO-Bedeutung. Sie behalten Adressen mit technischen Steuerparametern.

Doppelte Adressen

Jede SEO-URL darf nur auf ein Ziel zeigen. Ergeben sich aus dem Schema für zwei Ziele dieselben Adressen, hängt der Shop an die zweite einen Zähler an. Bei zwei Kategorien “Damen” unter “Oberbekleidung” und unter “Hosen” entsteht:
Der Shop bildet die Adressen der Reihe nach. Wer zuerst kommt, behält die Adresse ohne Zähler. Wenn Ihnen wichtig ist, welche der beiden Kategorien die saubere Adresse bekommt, vergeben Sie für die andere eigene Begriffe. Beim Eintragen eigener Begriffe für Produkte, Kategorien und Informationsseiten meldet der Shop sofort, wenn ein Begriff schon vergeben ist. Speichern ist dann nicht möglich. Sie sorgt dafür, dass ein Aufruf mit einem alten V8-Link automatisch per 301 auf die passende SEO-URL geht. Damit bleibt die Linkkraft der alten Adressen erhalten. Sie greift bei allen drei Fällen, in denen für dasselbe Ziel verschiedene Adressen kursieren:
  • unterschiedliche Reihenfolge der Parameter
  • umbenannte Produkte oder Kategorien
  • falsch erstellte oder falsch abgetippte Links

Einrichten

Der Abschnitt LinkOptimization gehört innerhalb von TopRank.

Testen

Als Anzeige im Shop hilft eine Klammerung, die nur bei aktiver Optimierung greift:
Rufen Sie den Shop mit den Testparametern auf und geben Sie danach eine Produkt-URL im alten Schema ein. Die Adresse muss sich beim Bestätigen von selbst in die SEO-URL verwandeln.
Beenden lässt sich der Testmodus mit &linkoptimization-test=off. Referenz: Abschnitt TopRank · ST-LinkOptimization Wegweiser: Testmodi des Shops ein-/ausschalten

Parameter aus der URL entfernen

Referer-Parameter sind für die Werbeerfolgsmessung unverzichtbar und für Suchmaschinen schädlich, weil sie denselben Inhalt unter mehreren Adressen erreichbar machen. Die Parameterentfernung löst das: Der Shop nimmt den Parameter in die Sitzung auf und stellt die Adresse per 301 auf die kurze Fassung zurück. Die Werte bleiben dabei erhalten. Über WS-Referer und WS-SubReferer geben Sie sie an Ihr Trackingsystem weiter, ohne dass sie in der Adresse stehen. Für die Server-Variable gibt es WS-HTTPReferer.

Voraussetzung und Geltungsbereich

Die Parameterentfernung arbeitet nur bei aktiver Basis-Link-Optimierung und nur auf drei Seiten: Startseite, Produktübersicht und Produktdetailansicht. Alle anderen Seiten behalten ihre Parameter.
Je Parameter eine eigene +Entry-Zeile, und der Name in Kleinbuchstaben.
Nicht jeder Parameter darf verschwinden. Manche steuern Shopfunktionen, und ohne sie funktioniert der Aufruf nicht mehr. Prüfen Sie jeden Parameter einzeln, bevor Sie ihn eintragen.
Jede Weiterleitung zählt wie ein Klick und taucht in den Statistiken auf. Bei einer Kampagne mit vielen Aufrufen verschiebt das die Zahlen. Zum Testen genügt ein erfundener Referer, beispielsweise https://www.ihr-shop.de/Beispielprodukt?ref=test. Der Parameter muss nach dem Bestätigen verschwinden. Wiederholen Sie den Test für jeden Seitentyp, den Sie konfiguriert haben. Referenz: WS-Referer · WS-SubReferer · WS-HTTPReferer Materialien: Welche Parameter dürfen entfernt werden? · Parameterentfernung bei URL-basierten Tracking-Systemen

Weiterleitungen bei alten und fehlenden Adressen

Neben der Basis-Link-Optimierung leitet der Shop auch dann weiter, wenn eine Adresse ins Leere zeigt. Damit entfällt die aus SEO-Sicht ungünstige 404-Seite.

Den Statuscode festlegen

Zulässig sind 301, 401 und 404. Ohne Angabe gilt 301. Der Parameter greift ausschließlich bei Adressen, die nie existiert haben oder für die keine Weiterleitungsinformation vorliegt. Die Behandlung nicht mehr verfügbarer Produkte und Kategorien bleibt davon unberührt. Wenn Sie auf 404 stellen, für einzelne Adressen aber eine Ausnahme brauchen, richtet die WEBSALE-Systemadministration diese Weiterleitungen auf dem Server ein. Wegweiser: Nicht mehr verfügbare Produkte und Kategorien

Inhalte aus Drittsystemen: ContentControl

Werden Inhalte per WS-ExternInclude() oder über die JSON-Schnittstelle eingebunden und sind dort verschwunden, liefert der Shop trotzdem Statuscode 200 aus. Das Template existiert ja. Für Suchmaschinen sieht das aus wie eine gültige Seite ohne Inhalt. ContentControl erlaubt es, HTTP-Header und Ausgabe nachträglich zu verändern. Weil das kein Standardverhalten ist, müssen die betroffenen Templates ausdrücklich eingetragen werden.
Das funktioniert nicht für Standard-Templates aus dem Abschnitt Templates. Die Informationsseiten müssen hier eingetragen und über WS-LoadTpl() oder WS-SSLLoadTpl() aufgerufen werden.
Auf dem Template stehen dann diese Tags zur Verfügung:
Geben Sie den Statuscode vollständig an, also mit Text, wie es die Norm vorsieht. 404 Not found statt nur 404. Gemeint ist hier der HTTP-Header, nicht der head-Bereich des Templates. Die Anpassungen wirken auf das Protokoll zwischen Server und Browser. Referenz: Abschnitt ContentControlLoadTemplates · ContentControl-SetHeader_Status() · ContentControl-SetHeader_Location · ContentControl-SuppressResponseBody · WS-ContentControl-UseAsExclusiveResponseBody · ST-ContentControl Ein Anzeigenlink kann statt auf ein Produkt auch direkt auf die interne Suche zeigen. Dabei gibt es eine Stolperstelle: Google codiert den Suchbegriff in UTF-8, der Shop erwartet ihn im ISO-Code des Subshops. Ein Begriff mit Umlaut liefert deshalb nichts. Hängen Sie an jeden solchen Link den Parameter &search_input_code=utf-8 an.
Damit wandelt der Shop %C3%BC in “ü” um und findet “Einmalkanülen”.

Einen bestehenden Shop umstellen

Für die Umstellung von V8-Links auf SEO-URLs sind serverseitige Freischaltungen nötig, außerdem müssen die SEO-URLs für den Import freigeschaltet werden. Wenden Sie sich dafür an Ihren WEBSALE Ansprechpartner.
Zwei Dinge klären Sie vor der technischen Einrichtung:
  • Binden Sie externe Inhalte über einen Proxy ein, beispielsweise ein WordPress unter /magazin/, muss dieser Aufruf als Ausnahme auf den WEBSALE-Proxys eingerichtet werden.
  • Liefern Sie statische Inhalte aus selbst angelegten Subweb-Ordnern aus, muss die Indexdatei exakt index.htm heißen, nicht index.html.

Schritt 1: Adressen im TopRank-Manager konfigurieren

Legen Sie zeitnah nach der Freischaltung fest, wie die Adressen für Kategorien, Produkte und Informationsseiten aufgebaut sein sollen.

Schritt 2: Produktnamen optimieren (optional)

Wollen Sie die Produkt-URLs ohnehin überarbeiten, tun Sie es jetzt. Damit sparen Sie sich eine zweite Runde Weiterleitungen. Setzen Sie dafür Link-Allow zunächst auf no, ändern Sie die Namen, und stellen Sie ihn erst bei der Liveschaltung der SEO-URLs auf yes.
Soll der gepflegte SEO-Content während der Umstellungsphase nur für die SEO-URLs gelten und nicht für die bisherige V8-Linkbildung, steuert das ein zweiter Parameter. Er wirkt ausschließlich auf Produktlinks der alten Linklogik und ist nach der Liveschaltung ohne Bedeutung.
Link-Allow muss dafür auf yes stehen.
Der Wert test verhält sich derzeit vermutlich nicht wie beschrieben. Prüfen Sie das Ergebnis im Shop, bevor Sie sich darauf verlassen, und weichen Sie im Zweifel auf no oder yes aus.

Schritt 3: Testmodus aktivieren

Als Anzeige im Shop hilft wieder eine Klammerung:
Das ist der aufwendigste Schritt. In der V8 begann jede Adresse mit ?websale8=, weitere Parameter kamen deshalb immer mit &. Mit SEO-URLs entfällt dieser erste Parameter für alle suchmaschinenrelevanten Seiten. Ob ein weiterer Parameter nun mit ? oder mit & anzuhängen ist, lässt sich nicht mehr vorher entscheiden. Stellen Sie deshalb jedem Link-Tag, an das Sie einen Parameter oder einen Anker hängen, das Tag WS-EnsureNextLinkContainsURLParams voran. Danach gilt wieder durchgehend &.
Durchsuchen Sie alle Templates und die Textpflege-Plattform nach ~& und ~#. Jede dieser Stellen braucht die Anpassung. Eine übersehene Stelle erzeugt einen kaputten Link, der erst im Livebetrieb auffällt.
Zwei Sonderfälle brauchen dasselbe Tag: der Blätterlink bei Factfinder-Ergebnissen und die Produktlinks aus econda Cross Sell.

Schritt 5: JavaScript-Bibliothek aktualisieren

Die WEBSALE AJAX-Funktionen brauchen mit der neuen Adressstruktur mindestens Version 1.8.4, gleich ob Sie Systembibliothek, Core-Bibliothek oder WS-Module einsetzen.

Schritt 6: Kurzadressen für Kampagnen übertragen

Mit aktiven SEO-URLs wandern die Kurzadressen für Print-Kampagnen in den TopRank-Manager. Der bisherige eigene Dienst hat ab diesem Zeitpunkt keine Wirkung mehr.
Übertragen Sie Ihre Kurzadressen von Hand in den TopRank-Manager. Nicht übernommene Adressen bleiben im alten Dienst sichtbar, werden vom Shop aber nicht mehr beachtet. Das fällt erst auf, wenn eine Printanzeige ins Leere führt.
Subshops ohne aktive SEO-URLs und V7-Shops nutzen den alten Dienst weiter. Ein Übergang ist also möglich.

Schritt 7: Testen

Prüfen Sie, ob die Adressen dem entsprechen, was Sie konfiguriert haben, und ob alle Link-Tags funktionieren.

Schritt 8: Liveschalten

Damit schaltet sich auch die Basis-Link-Optimierung mit ein. Alle alten Links werden ab diesem Moment automatisch auf die neuen umgeleitet. Referenz: Abschnitt SEOProductFields · ST-SEOURLsTest · WS-EnsureNextLinkContainsURLParams Materialien: WEBSALE JavaScript-Bibliothek

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