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Ein Staffelpreis, der erst ab 50.000 Stück gilt, nützt einem Käufer nichts, der 10.000 braucht. Fünf solcher Käufer zusammen kämen auf die Menge, nur wissen sie nichts voneinander. Das BestPrice-Order-Modul schließt diese Lücke. Es bündelt die Bestellungen mehrerer Käufer zu einer virtuellen Einkaufsgemeinschaft. Jeder bestellt für sich, wird für sich beliefert und bekommt seine eigene Rechnung, aber die Mengen zählen gemeinsam für die Staffel. Die einzelnen Bestellungen werden zunächst als verbindliche Vorbestellung gespeichert. Erst nach Ende des Aktionszeitraums, wenn die Gesamtmenge und damit der Preis feststeht, werden sie zu echten Bestellungen. Jeder Käufer bekommt den zuletzt erreichten und damit günstigsten Preis, auch wenn er als Erster bestellt hat. Auf Wunsch lassen sich Kampagnen über mehrere Subshops hinweg zusammenzählen.

Was der Käufer sieht

In der Produktübersicht können Sie Produkte mit laufender Aktion grafisch hervorheben, beispielsweise mit einer Kennzeichnung “Aktion”. Bestprice1 In der Produktansicht sieht der Käufer, wie lange die Aktion läuft, wann ausgeliefert wird, welcher Preis gerade gilt und welche Menge bisher zusammengekommen ist. Steigt die Menge über die nächste Staffelstufe, sinkt der angezeigte Preis automatisch. Bestprice2 Im Kundenkonto sieht er alle laufenden Aktionen, an denen er beteiligt ist: Zeitpunkt seiner Vorbestellung, Restlaufzeit, Produktdaten und den Preis, der ihm mindestens sicher ist. Bestprice3 Nach Aktionsende bekommt er eine Bestellbestätigung mit dem endgültigen Preis.

Der Ablauf einer Vorbestellung

Bestprice4 Jpg Eine BestPrice-Order läuft nicht durch den normalen Bestellprozess des Shops. Nach dem Klick auf “Bestellen” erscheint eine Zwischenseite mit:
  • den Daten des BestPrice-Produkts
  • der hinterlegten Rechnungsadresse
  • der hinterlegten optionalen Lieferadresse
  • der Zahlungsart Rechnung
Dort wählt der Käufer, ob an die Rechnungs- oder an die Lieferadresse geliefert werden soll. Zusätzlich lassen sich auf dieser Seite seine übrigen Reservierungen aus laufenden Kampagnen anzeigen, sodass er sieht, was insgesamt auf ihn zukommt. Erst der Klick auf “verbindlich bestellen” schließt die Vorbestellung ab. Jede Vorbestellung läuft über die Zahlungsart Rechnung. Der zu zahlende Betrag steht im Moment der Bestellung noch nicht fest, und Online-Bezahlverfahren brauchen einen Betrag. Deshalb ist diese Zahlungsart hier keine Einstellungssache, sondern eine Folge der Konstruktion.
Vorbestellungen sind verbindlich und lassen sich weder ändern noch stornieren. Das ist keine Bequemlichkeitsentscheidung: Jede Vorbestellung beeinflusst den Preis aller anderen Teilnehmer. Nehmen Sie diese Verbindlichkeit ausdrücklich in Ihre AGB auf, bevor Sie die erste Kampagne starten.
Hat ein Käufer mehrere BestPrice-Produkte vorbestellt, werden sie nur dann zu einer Bestellung zusammengefasst, wenn Rechnungs- und Lieferadresse zum Zeitpunkt der Vorbestellung identisch waren. Sonst entstehen mehrere Bestellungen.

Schritt 1: Freischaltung

Das Modul muss für Ihren Shop freigeschaltet werden. Wenden Sie sich dafür an Ihren Ansprechpartner bei der WEBSALE AG. Klären Sie bei der Gelegenheit gleich zwei Fragen mit:
  • Sollen Bestellungen über alle Subshops hinweg zusammengezählt werden?
  • Sollen täglich wiederkehrende Kampagnen möglich sein?

Schritt 2: Die Produkte kennzeichnen

Kennzeichnen Sie die BestPrice-Produkte in den Produktdaten und legen Sie dort die festen Aktionszeiträume und die Staffelpreise fest.

Schritt 3: Die Shopkonfiguration ergänzen

Das Modul bringt vier eigene Abschnitte in der shop.config mit.

Die Grundeinstellungen

PaymentCode = 6 ist der Code für die Zahlungsart Rechnung. Er passt damit zu dem, was die Konstruktion ohnehin verlangt. Die vier Template-Parameter enthalten nur die Dateinamen. Absender, Betreff und Empfänger der beiden Mails stehen in den eigenen Abschnitten weiter unten. Diese Trennung ist der häufigste Stolperstein bei der Einrichtung. Referenz: Abschnitt BestPrice

Die Bestätigung an den Käufer

Referenz: Abschnitt BestPrice-PreorderMail

Die Fehlermeldung an Sie

Diese Mail geht an Sie, wenn beim Erzeugen der finalen Bestellungen nach Aktionsende etwas schiefgeht.
Lassen Sie diese Mail eingeschaltet und tragen Sie eine Adresse ein, die auch gelesen wird. Der Fehlerfall tritt nach Aktionsende auf, also genau dann, wenn aus verbindlichen Vorbestellungen echte Bestellungen werden sollen. Wenn das scheitert und niemand es merkt, warten Käufer auf Ware, die nie bestellt wurde.
Referenz: Abschnitt BestPrice-OrderErrorMail

Die Meldungen im Shop

Referenz: Abschnitt BestPrice-Txt

Schritt 4: Die Produktdetailansicht

Das Modul aufrufen

Auf der Produktdetailseite ws_product.htm entscheidet das Produktfeld PR-StarBestPriceTable, ob es sich um ein BestPrice-Produkt handelt. Ist es gesetzt, rufen Sie das Modul auf, statt das gewohnte Warenkorbformular auszugeben.
Die Klammer ~WS-DisablePriceAndNumberFormat~ und ~WS-EnablePriceAndNumberFormat~ um die beiden Parameterzeilen ist notwendig. Preis und Staffeltabelle müssen unformatiert an das Modul übergeben werden. Mit Tausenderpunkt und Währungssymbol kann das Modul nicht rechnen.
Die Parameter werden auf zwei Variablen verteilt, weil die Zeichenkette sonst zu lang wird. Beim Aufruf werden beide hintereinander an die Adresse gehängt. Referenz: DC-FPX_set() · WS-DisablePriceAndNumberFormat · WS-EnablePriceAndNumberFormat · WS-ExternInclude() · PR-”technischer Name”

Das Template der Bestellfunktion anlegen

Legen Sie eine Datei unter dem Namen an, den Sie bei Template eingetragen haben, im Beispiel incl_bestprice.htm. Unter Materialien liegt ein fertiges Beispiel-Template. Sie brauchen es nur an Ihr Shop-Design anzupassen. Materialien: Materialien BestPrice-Order-Modul · Referenz: E-BP-Tags

Schritt 5: Die Reservierungsübersicht

Der Käufer soll seine Vormerkungen im Kundenkonto einsehen können. Dafür brauchen Sie zwei Templates und einen Link.

Das Haupt-Template

Legen Sie eine Datei an, beispielsweise tpl_bestprice_show_orders.htm. Sie enthält nur den Aufruf des Moduls mit der Aktion show_orders.

Das Modul-Template

Legen Sie eine zweite Datei unter dem Namen an, den Sie bei TemplateShowOrders eingetragen haben, im Beispiel incl_bestprice_show_orders.htm. Sie bestimmt, wie die Liste aussieht.
Die NO_PARSING-Konstruktion baut das Tag PR-AdvData zur Laufzeit zusammen. Die geschweiften Klammern und der Tagname werden vor dem Parser geschützt, nur der Produktindex in der Mitte wird aufgelöst. Dadurch stehen innerhalb der Zeile die gewohnten Produkt-Tags wie ~PR-Name~ zur Verfügung, obwohl der Index erst aus der Schleife kommt. Die Ausweichzeile mit {!E-BP_CurrentPrice} fängt den Fall ab, dass noch kein Preis erreicht ist. Dann wird der Originalpreis des Produkts angezeigt. Ohne diese Zeile bliebe die Spalte in den ersten Stunden einer Kampagne leer. Referenz: E-BP_Orders · E-BP_ProdIndex · E-BP_OrderDate · E-BP_Amount · E-BP_TotalAmount · E-BP_CurrentPrice · E-BP_End Auf der Kundenkontoübersicht ws_user_account.htm:
Der Dateiname im Link muss der des Haupt-Templates aus dem ersten Unterschritt sein, nicht der des Modul-Templates. Das sind zwei verschiedene Dateien, und nur die erste ist eine aufrufbare Seite.

Schritt 6: Die Bestätigungsmail

Nach einer Reservierung bekommt der Käufer eine Mail mit den vorläufigen Bestelldaten. Legen Sie die Datei unter dem Namen an, den Sie bei PreorderMail eingetragen haben.
Weisen Sie in dieser Mail auf die Verbindlichkeit der Reservierung hin. Sie ist der einzige Beleg, den der Käufer in der Hand hat, und der Zeitpunkt, an dem er die Bedingungen noch einmal lesen wird. Referenz: E-BP_Name · E-BP_Amount

Schritt 7: Die Fehlermail

Legen Sie die Datei unter dem Namen an, den Sie bei OrderErrorMail eingetragen haben. Sie geht an die Adresse aus ReceiverAddress.

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