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Über die Grundeinstellungen hinaus lässt sich für jede Versandart festlegen, unter welchen Bedingungen sie überhaupt angeboten wird. Die Bedingungen können am Warenkorb hängen, am Kunden, an der Adresse oder daran, über welchen Link der Shop aufgerufen wurde. Alle diese Einstellungen haben dieselbe Gefahr: Jede zusätzliche Bedingung kann dazu führen, dass für eine bestimmte Kombination gar keine Versandart mehr übrig bleibt. Sichern Sie sich deshalb ab, bevor Sie anfangen.
Damit kann eine Bestellung nicht abgeschlossen werden, solange keine Versandart gewählt ist. Ohne diese Absicherung bemerken Sie einen Konfigurationsfehler erst an Bestellungen ohne Versandart, und die fallen meist erst in der Warenwirtschaft auf.
Sorgen Sie außerdem dafür, dass immer mindestens eine Versandart ohne Bedingungen übrig bleibt. Referenz: Abschnitt Basic

Versandart abhängig vom Produkt

Manche Waren gehen nur per Spedition. Sobald eine Tischtennisplatte im Warenkorb liegt, soll der Paketversand verschwinden. Dazu bekommen die Produkte in den Produktdaten eine Kennung im Feld DeliveryFilterID, und die Versandarten geben an, mit welchen Kennungen sie arbeiten.

Schritt 1: Testbetrieb einschalten

Im Testbetrieb greifen die Regeln nur, solange der Shop im allgemeinen Testmodus läuft. Am Ende stellen Sie auf productive um.

Schritt 2: Produkte kennzeichnen

Tragen Sie in den Produktdaten im Feld DeliveryFilterID die gewünschte Kennung ein, beispielsweise spedition.

Schritt 3: Versandarten zuordnen

Diese Versandart erscheint, wenn im Warenkorb mindestens ein Produkt mit der Kennung spedition liegt und kein Produkt mit einer anderen Kennung. Produkte ganz ohne Kennung stören nicht. Mehrere Kennungen in einer Liste werden mit UND verknüpft:
Diese Versandart erscheint nur, wenn von jeder der beiden Kennungen mindestens ein Produkt im Warenkorb liegt und kein Produkt eine dritte Kennung trägt. Eine leere Liste bedeutet das Gegenteil:
Diese Versandart erscheint nur, wenn kein Produkt im Warenkorb eine Kennung trägt.

Die Variante mit dem Pluszeichen

Wenn Sie viele Kombinationen abbilden wollen, müssten Sie den ganzen <+Deliverer>-Abschnitt für jede Kombination wiederholen. Das Pluszeichen erspart Ihnen das: mehrere +DeliveryFilterID-List-Zeilen in einem Abschnitt werden mit ODER verknüpft.
Diese Versandart erscheint, wenn der Warenkorb entweder zur Kennung standard oder zur Kennung warensendung passt.
Sie erscheint nicht, wenn beide Kennungen gleichzeitig im Warenkorb liegen. Jede Zeile beschreibt eine vollständige Kombination, nicht eine einzelne erlaubte Kennung. Für den gemischten Fall brauchen Sie eine weitere Zeile mit standard,warensendung.
Steht im Abschnitt ein DeliveryFilterID-List ohne Pluszeichen, werden alle +DeliveryFilterID-List-Zeilen ignoriert. Mischen Sie die beiden Schreibweisen also nicht.

Schritt 4: Produktiv schalten

Referenz: Abschnitt Delivery

Versandart abhängig vom Lagerbestand

Die Versandart erscheint, wenn im Warenkorb mindestens ein Produkt mit dem angegebenen Lieferstatus liegt. Bei mehreren Werten in der Liste muss von jedem mindestens ein Produkt vorhanden sein.
Ein Produkt ohne Lagerbestandsführung zählt wie ein Produkt mit dem Status „grün”. Wenn Sie nicht alle Produkte in der Lagerbestandsverwaltung haben, wirkt die Bedingung anders als erwartet.

Versandart abhängig von Gewicht und Volumen

Die Werte stehen ohne Maßeinheit in der Konfiguration. Maßgeblich ist die Einheit Ihrer Produktdaten. Bei Gewichten in Gramm heißt 31,5 Kilogramm hier 31500.
Lassen Sie zwischen Höchst- und Mindestwert keine Lücke. Im Beispiel oben schließen 31.50 und 31.51 nahtlos aneinander an. Stünde dort 31.50 und 32, bliebe für einen Warenkorb von 31,7 Kilogramm keine Versandart übrig. Voraussetzung ist, dass die Produkte überhaupt ein Gewicht beziehungsweise ein Volumen hinterlegt haben.

Versandart nur bestimmten Kunden anbieten

Eine typische Anforderung im Geschäftskundenbereich. Die Berechtigung kommt aus der Warenwirtschaft und wird über den Kundendatenimport in das Feld Warranty geschrieben, als kommagetrennte Liste alphanumerischer Berechtigungs-IDs.
Die Versandart erscheint, wenn der Käufer zu mindestens einer der genannten Berechtigungsgruppen gehört. Der Parameter heißt auf beiden Seiten Warranty, im Kundendatenimport und im <+Deliverer>-Abschnitt. Das ist Absicht und keine Verwechslung.

Kostenpflichtige Zusatzleistungen anbieten

Eine Transportversicherung oder ein Auspackservice sind keine eigenen Versandarten, sondern Zusatzleistungen, die der Käufer zur gewählten Versandart dazunehmen kann. Der Shop unterstützt bis zu fünf Zusatzleistungen mit je bis zu fünfzig Einträgen.

Schritt 1: Zusatzleistung definieren

Die Einträge stehen in den Abschnitten <OrderOptions1> bis <OrderOptions5>. Die Kosten je Eintrag können fest oder als Prozentsatz des Warenwerts angesetzt werden.
Im Display-Txt stehen lokale Tags zur Verfügung, mit denen Sie den Preis einrechnen lassen, statt ihn hinzuschreiben. Ändern Sie später den Betrag, ändert sich der Text von selbst mit.

Schritt 2: Auf der Zahlungs- und Versandartenseite ausgeben

Die Zahl wählt aus, welche der fünf Zusatzleistungen ausgegeben wird.

Schritt 3: Im Warenkorb mitrechnen

Damit die Kosten in der Gesamtsumme landen und sichtbar sind, gehört das Tag ~BASKET-OrderOptionCost~ in die entsprechende Schleife auf der Warenkorbseite. Die Einträge einer Zusatzleistung erzeugt der Shop selbst und versieht sie mit eigenen Klassennamen. Sie gestalten sie über CSS, ohne das Markup anzufassen. Referenz: Abschnitte OrderOptions1 bis OrderOptions5 · WS-OrderOptions() · BASKET-OrderOptionCost

Versandkostenfreie Nachbestellung

Wer gerade bestellt hat und etwas vergessen hat, soll nicht noch einmal Versandkosten zahlen. Sie legen einen Zeitraum fest, innerhalb dessen eine weitere Bestellung als Folgebestellung gilt, und bieten dafür eigene Versandarten an.

Schritt 1: Zeitraum festlegen

Der zweite Parameter bestimmt, ob auch Bestellungen aus anderen Subshops zählen.

Schritt 2: Versandarten kennzeichnen

Jede Versandart muss zugeordnet werden, auch die normalen.
Vergessen Sie den Parameter bei einer der übrigen Versandarten, erscheint diese sowohl bei normalen Bestellungen als auch bei Folgebestellungen. Der Käufer bekommt dann die kostenpflichtige und die kostenlose Variante nebeneinander angeboten.

Schritt 3: Den Käufer darauf hinweisen

Der Hinweis lohnt sich nur, wenn er konkret ist. Mit den verfügbaren Tags lässt sich die verbleibende Zeit als Countdown oder als fester Zeitpunkt ausgeben.
Ein fester Zeitpunkt ist dem Countdown meist vorzuziehen. Er bleibt auch dann richtig, wenn der Käufer die Seite eine Weile offen liegen lässt, und er drängt weniger. Referenz: Abschnitt OrderConditions · DC-DateTime-Tags

Drei Bausteine nach gemeinsamem Muster

Die folgenden drei Einstellungen funktionieren nach demselben Prinzip, und es lohnt sich, das einmal zu verstehen statt dreimal.
  1. Sie definieren einen Satz von Bedingungen oder Texten in einem eigenen Abschnitt der shop.config.
  2. Dieser Satz bekommt eine Kennung.
  3. Im <+Deliverer>-Abschnitt verweisen Sie nur noch auf die Kennung.
Der Vorteil: Sie pflegen die Bedingung einmal und weisen sie beliebig vielen Versandarten zu, statt sie in jedem Abschnitt zu wiederholen.

Versandart abhängig von Adressdaten

Typische Fälle: Bei Lieferung an eine Packstation soll nur der Dienstleister erscheinen, der dorthin liefert. Bei Selbstabholung soll gar keine abweichende Lieferadresse möglich sein.
Diese Bedingung ist erfüllt, solange im Lieferadressfeld suffix5 nicht „DHL Packstation” steht. Weisen Sie sie allen Versandarten zu, die dann verschwinden sollen:
Die Verschachtelung folgt einer festen Logik: Merken lässt sich das als Wechsel: UND, ODER, UND, UND. Die ODER-Ebene ist die AddressDependency, alles andere ist UND-verknüpft. Referenz: Abschnitt DelivererAddressDependencies-Definitions

Nicht verfügbare Versandarten ausgegraut darstellen

Verschwindet eine Versandart einfach, sucht der Käufer nach ihr. Besser ist es, sie ausgegraut zu zeigen und den Grund dazuzuschreiben.
Die Zahlen im Abschnitt <ShowDisabled-Txt> sind die Ablehnungsgründe des Shops. Zu jedem hinterlegen Sie einen eigenen Text, für alle übrigen greift default.
Legen Sie in jedem Fall einen default-Text an. Ohne ihn bleibt die ausgegraute Versandart ohne Begründung stehen, was verwirrender ist als sie auszublenden.
Formulieren Sie die Texte so, dass der Käufer erkennt, was er ändern könnte. „Nicht verfügbar” hilft ihm nicht, „Entfernen Sie die abweichende Lieferadresse” schon. Referenz: Abschnitt DelivererShowDisabled-Definitions

Zusatzinformationen zur Versandart abfragen

Eine Spedition braucht eine Telefonnummer, um den Liefertermin abzustimmen. Das Feld soll aber nur erscheinen, wenn der Käufer nicht ohnehin schon eine Telefonnummer angegeben hat.
Bei Type = listbox hängen Sie die Einträge als <+listentry> an:
Zuweisen können Sie mehrere Felder. Die Reihenfolge der Zeilen bestimmt die Reihenfolge im Shop.
Dazu gehört eine Hinweismeldung:
Required und <+RequiredDependency> schließen einander aus. Soll die Eingabe immer Pflicht sein, setzen Sie Required = yes und lassen den Abhängigkeitsblock weg. Soll sie es nur unter Bedingungen sein, setzen Sie Required = no und steuern es über <+RequiredDependency>. Dasselbe gilt für die Sichtbarkeit.
Die abgefragten Angaben landen in den Bestelldaten. Klären Sie mit dem Verantwortlichen für die Warenwirtschaft, ob sie dort verarbeitet werden können, bevor Sie ein Pflichtfeld einbauen. Wie die Felder im Template ausgegeben werden, steht auf der Seite zur Ausgabe im Bestellprozess. Referenz: Abschnitt DelivererAdditionalInput-Definitions · Wegweiser: Ausgabe der Versandarten im Bestellprozess

Versandart abhängig vom Referer

Sie können Versandarten davon abhängig machen, über welchen Link der Shop aufgerufen wurde. Damit lässt sich beispielsweise eine Kampagne mit kostenlosem Versand abbilden.
Beim Aufruf über ?ref=versandkostenfrei verschwinden im Beispiel die kostenpflichtigen Versandarten, und nur die kostenfreie bleibt.
Der Referer ist ein URL-Parameter und für jeden sichtbar und veränderbar. Verwenden Sie diesen Mechanismus für Kampagnensteuerung, nicht für etwas, das nicht umgangen werden darf.

Versandart abhängig von Produktdatenfeldern

Feiner als die DeliveryFilterID steuert dieser Weg: Sie können die Verfügbarkeit an die Produktnummer, den Produktindex oder ein freies Produktfeld binden. Ein häufiger Fall ist der Versand mit Altersprüfung. Liegt ein Produkt mit Altersbeschränkung im Warenkorb, soll nur die Versandart mit Ident-Check erscheinen.

Schritt 1: Freies Produktfeld bereitstellen

Den betroffenen Produkten geben Sie in diesem Feld den Wert y.

Schritt 2: Zwei Bedingungen definieren

Sie brauchen zwei: eine für die Versandart, die erscheinen soll, und eine für alle, die verschwinden sollen.
Ein freies Produktfeld sprechen Sie in der Bedingung mit dem Präfix AF- an. Aus dem Feld FSK18 wird also AF-FSK18. Für Produktnummer und Produktindex gilt das nicht. BasketBehavior = match-once bedeutet, dass ein einziges passendes Produkt im Warenkorb genügt.

Schritt 3: Zuweisen

Liegt ein Produkt mit FSK18 = y im Warenkorb, bleibt nur die Versandart mit Ident-Check übrig. Referenz: Abschnitt DelivererProductDependencies-Definitions · Wegweiser: Freie Produktfelder im Warenkorb anzeigen

Einstellungen testen

Rufen Sie den Shop im allgemeinen Testmodus auf und gehen Sie die Warenkorbkombinationen durch, die in Ihrem Sortiment vorkommen können.
Prüfen Sie besonders die gemischten Warenkörbe. Fehler in der Versandartensteuerung zeigen sich fast nie bei einem einzelnen Produkt, sondern erst bei einer Kombination, an die beim Einrichten niemand gedacht hat.
Wegweiser: Testmodi des Shops ein- und ausschalten

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