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Die Lagerbestandsmeldung informiert Sie als Shopbetreiber automatisch, wenn ein Produkt zur Neige geht. Sie müssen den Bestand also nicht selbst im Blick behalten, um rechtzeitig nachzubestellen. Ausgelöst wird die Meldung durch eine Bestellung: Sobald der Shop den Bestand einer Warenkorbposition fortschreibt und der verbleibende Bestand die eingestellte Grenze erreicht oder unterschreitet, geht eine E-Mail an Sie heraus. Der Käufer bekommt davon nichts mit. Ein Template brauchen Sie dafür nicht. Den Text der Meldung hinterlegen Sie direkt in der shop.config, der Shop verschickt ihn als reine Textmail.

Voraussetzung

Die Lagerbestandsmeldung setzt die dynamische Lagerbestandsverwaltung voraus. Nur dort führt der Shop je Produkt eine Stückzahl mit, die er beim Bestellabschluss verringern und anschließend gegen eine Grenze prüfen kann. Produkte mit fest zugewiesenem Lieferstatus bleiben außen vor: Bei ihnen gibt es keine Menge, die unter eine Grenze fallen könnte. Wegweiser: Lagerbestand anzeigen

Schritt 1: Grenze und Empfänger am Produkt pflegen

Zwei Angaben gehören zum einzelnen Produkt, nicht in die Konfiguration. Der Meldebestand lohnt sich, wenn Sie je Produkt unterschiedlich früh gewarnt werden wollen, beispielsweise weil ein Lieferant vier Wochen Vorlauf braucht und ein anderer zwei Tage. Die produktbezogene E-Mail-Adresse lohnt sich, wenn unterschiedliche Personen für unterschiedliche Sortimente zuständig sind. Die produktbezogene Adresse ersetzt den allgemeinen Empfänger nicht, sie kommt zusätzlich dazu. Beide erhalten dieselbe Meldung. Beide Angaben pflegen Sie wahlweise im WSPManager oder über den Produktdatenimport. Im Import tragen Sie den Meldebestand als Feld Notification in der Lagerbestandsdatei ein, zusammen mit StoreId und Amount. Die E-Mail-Adresse übergeben Sie als Feld StockEmail in den Produktdaten. Wegweiser: Produktdatenimport

Schritt 2: Meldung aktivieren

Aktiviert wird die Funktion in der shop.config im Abschnitt <Inventory>.

Wann gemeldet wird

EmailWarning legt fest, welche Grenze die Meldung auslöst. Drei Werte sind möglich, jeder andere Wert schaltet die Meldung ab. Der Unterschied ist eine Frage des Vorlaufs. yellow und red greifen auf die Grenzen zurück, die ohnehin die Lieferbarkeitsanzeige im Shop steuern, gelten also einheitlich nach derselben Logik. direct entkoppelt die Meldung davon und arbeitet mit dem eigenen Meldebestand je Produkt. Wählen Sie direct, wenn Sie früher gewarnt werden wollen, als es die Ampel im Shop hergibt.
direct wirkt nur, wenn in der Lagerbestandsverwaltung tatsächlich ein Meldebestand geführt wird. Fehlt er, bleibt die Meldung aus. Prüfen Sie deshalb bei der Umstellung auf direct, ob alle betroffenen Produkte einen Meldebestand haben.

Empfänger und Betreff

EmailAddress nimmt den allgemeinen Empfänger auf, EmailSubject den Betreff.
Ist EmailAddress leer, verschickt der Shop keine Meldung, auch nicht an eine am Produkt gepflegte Adresse. Der allgemeine Empfänger ist also Pflicht, sobald Sie die Funktion nutzen wollen.

Schritt 3: Text der Meldung festlegen

EmailMessage enthält den Text der Meldung. Vier Platzhalter füllt der Shop mit den Daten des betroffenen Produkts. Sie funktionieren im Text und im Betreff gleichermaßen. Nehmen Sie die Produktnummer mit in den Text auf. Sie ist die Angabe, mit der Sie beim Lieferanten oder im Warenwirtschaftssystem weiterarbeiten, während der Produktname allein nicht immer eindeutig ist.

Was Sie beim Betrieb erwarten dürfen

Die Meldung ist an den Bestellvorgang gekoppelt, nicht an einen nächtlichen Lauf. Daraus ergeben sich zwei Eigenheiten:
  • Solange der Bestand unter der Grenze liegt, löst jede weitere Bestellung des Produkts eine neue Meldung aus. Bei Produkten mit hoher Bestellfrequenz kann das mehrere Mails am Tag bedeuten, bis Sie nachgebucht haben.
  • Wird der Bestand ausschließlich außerhalb des Shops verändert, beispielsweise durch einen Import, entsteht keine Meldung. Erst die nächste Bestellung prüft wieder.
Arbeitet Ihr Shop mit offenen Bestellungen (OpenOrder-Allow), rechnet der Shop die bereits bestellte Menge heraus, bevor er gegen die Grenze prüft. Die Meldung bezieht sich damit auf den tatsächlich noch verfügbaren Bestand, nicht auf den Buchbestand. Referenz: Abschnitt Inventory

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