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Privatkunden sollen versandkostenfrei bestellen, Geschäftskunden Versandkosten zahlen. Die Versandkosten hängen also nicht am Zielort, sondern daran, wer bestellt. Versandart Privat Firma

Wie das funktioniert

Eine Versandart kann ihre Kosten nicht vom Kunden abhängig machen. Stattdessen legen Sie zwei Versandarten an, eine mit und eine ohne Kosten, und sorgen dafür, dass der Käufer immer nur eine davon sieht. Welche das ist, entscheidet eine Regel im Abschnitt <DelivererAddressDependencies-Definitions>. Sie prüft ein Feld der Rechnungsadresse und wird den Versandarten über +UseAddressDependency-ID zugewiesen. Für die Frage “Privat oder Firma” gibt es zwei gebräuchliche Felder: Die Schritte sind in beiden Fällen dieselben, nur die Bedingung unterscheidet sich.
Wie Sie die Auswahl des Adresstyps über Suffix1 einrichten und danach Felder wie Firma und Umsatzsteuer-ID ein- und ausblenden, steht auf einer eigenen Seite.Wegweiser: Auswahl zwischen Privat- und Geschäftsadresse

Schritt 1: Zwei Versandarten anlegen

Beide Abschnitte beschreiben denselben Versand, sie unterscheiden sich nur in den Kosten und in der zugewiesenen Regel.
Schreiben Sie nicht “DHL versandkostenfrei (B2C)” und “DHL kostenpflichtig (B2B)” in Name-Txt. Der Käufer sieht immer nur eine der beiden Versandarten, und für ihn ist es dieselbe. Ein Privatkunde, dem der Shop “versandkostenfrei (B2C)” anbietet, erfährt daraus nur, dass es offenbar auch einen anderen Preis gibt.Beide bekommen denselben Namen. Die Unterscheidung gehört in die ID, die der Käufer nicht sieht.
Die gemeinsame GroupID ist wichtiger, als sie aussieht.Hat ein Kunde in seinem Konto eine bevorzugte Versandart hinterlegt, merkt sich WEBSALE V8s dafür die GroupID, nicht die ID. Ohne gemeinsame Gruppe würde seine Voreinstellung nicht mehr greifen, sobald er vom Privat- zum Geschäftskonto wechselt oder umgekehrt.Dasselbe gilt, wenn Sie nicht verfügbare Versandarten ausgegraut anzeigen. Ohne gemeinsame Gruppe erschiene DHL dort zweimal.
Referenz: Abschnitt +Deliverer · Wegweiser: Versandarten anlegen

Schritt 2: Die Regel definieren

Der Abschnitt <DelivererAddressDependencies-Definitions> darf in der shop.config nur einmal vorkommen. Darin stehen die beiden Regeln, auf die sich die Versandarten beziehen.

Über den Adresstyp

Der Wert 01 ist der Value des Eintrags “Privat” im Abschnitt <A-Suffix1>. Verglichen wird der technische Wert, nicht der angezeigte Name.
notvalue trifft auch auf ein leeres Feld zu. Hat der Käufer den Adresstyp nicht gewählt, gilt er damit als Geschäftskunde und zahlt Versand.Machen Sie das Feld deshalb zum Pflichtfeld, oder drehen Sie die zweite Regel auf Type = value mit Value = 02. Dann bleiben beide Versandarten aus, solange nichts gewählt ist, was zusammen mit DeliveryRequiredForOrder-Allow = yes ebenfalls zu einem sauberen Ergebnis führt.

Über das Feld “Company”

Dieselben beiden Regeln, nur mit einer anderen Bedingung:
empty und filled brauchen keinen Value und decken zusammen jeden Fall ab. Diese Variante hat die Lücke aus der ersten nicht.Dafür entscheidet hier der Käufer indirekt. Wer seinen Verein oder seine Praxis in das Firmenfeld schreibt, zahlt Versand, auch wenn er sich nicht als Geschäftskunde versteht.
Referenz: Abschnitt DelivererAddressDependencies-Definitions

Worauf Sie achten sollten

Die Feldnamen in Field unterscheiden nicht zwischen Groß- und Kleinschreibung. Suffix1, suffix1 und SUFFIX1 meinen dasselbe Feld. Schreiben Sie sie trotzdem einheitlich so wie im Abschnitt <AddressFields-Txt>, damit beim Suchen in der Konfiguration nichts durchrutscht.
Geprüft wird die Rechnungsadresse. Eine abweichende Lieferadresse ändert die Versandkosten also nicht. Für die Unterscheidung zwischen Privat- und Geschäftskunde ist das richtig, weil sie zum Besteller gehört und nicht zum Ziel.Die beiden Regeln müssen einander ausschließen und zusammen jeden Fall abdecken. Überschneiden sie sich, sieht der Käufer dieselbe Versandart zweimal zu verschiedenen Preisen. Lassen sie eine Lücke, sieht er gar keine.Prüfen Sie beide Fälle nach dem Einrichten im Shop durch, einmal als Privat- und einmal als Geschäftskunde.
Für angemeldete Kunden gibt es einen zweiten Weg: einen kundenindividuellen Rabatt auf die Versandkosten im Kundenkonto. Der kommt mit einer einzigen Versandart aus, greift aber nur bei angemeldeten Kunden mit hinterlegtem Rabatt. Das Vorgehen auf dieser Seite funktioniert auch für Gastbestellungen.

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