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Ein Käufer stöbert abends auf dem Smartphone, legt drei Artikel in den Warenkorb und will am nächsten Tag am Rechner in Ruhe bestellen. Ohne diese Funktion beginnt er dort von vorn. Der geräteübergreifende Warenkorb bindet die Produktliste an das Kundenkonto statt an Browser und Sitzung. Der Käufer findet sie auf jedem Gerät wieder, an dem er sich anmeldet, und über beliebig lange Pausen hinweg. Die einzige Voraussetzung auf seiner Seite ist die Anmeldung. Das zahlt auf zwei Dinge ein: auf die Bequemlichkeit, weil niemand seine Auswahl zweimal zusammensuchen mag, und auf die Abbruchquote, weil ein unterbrochener Einkauf beim nächsten Besuch dort weitergeht, wo er aufgehört hat. Die Funktion muss von WEBSALE freigeschaltet werden, danach ist sie aktiv. In den Templates ist nichts einzurichten. Ihr WEBSALE-Ansprechpartner hilft Ihnen weiter.

Wie die Funktion arbeitet

Technisch ist der geräteübergreifende Warenkorb eine Mischung aus Cookiewarenkorb und Merkliste: eine Liste von Produkten samt gewählten Varianten und Eingaben, die am Kundenkonto hängt. Aus dieser Liste legt der Shop die Produkte automatisch in den Warenkorb. Wichtig für das Verständnis: Der Shop vergleicht nicht nur Produktnummern. Zwei Positionen gelten nur dann als dieselbe, wenn Produkt, Menge, alle gewählten Varianten, alle Texteingaben, eine eventuelle Mitarbeiterkennung und die Einstellung zur Geschenkverpackung übereinstimmen. Eine Position mit anderer Gravur ist eine andere Position.

Zusammenspiel mit dem Cookiewarenkorb

Beide Funktionen greifen ineinander, je nachdem ob der Käufer angemeldet ist. Interessant ist der Übergang. Meldet sich ein bis dahin anonymer Käufer an und hat sein Konto bereits eine Produktliste, führt der Shop beides zusammen:
  • Produkte aus der Kontoliste, die noch nicht im Warenkorb liegen, kommen hinzu.
  • Produkte aus dem Cookiewarenkorb werden in die Kontoliste übernommen.
  • Anschließend löscht der Shop den Cookiewarenkorb und den Verweis darauf.
Aus dem letzten Punkt folgt etwas, das Käufer überrascht: Nach einer Abmeldung oder einer abgelaufenen Sitzung ist der Warenkorb beim nächsten Shopaufruf leer. Der Inhalt ist nicht verloren, er hängt aber am Konto und kommt erst mit der nächsten Anmeldung zurück. Weisen Sie im Template darauf hin, sonst hält der Käufer seine Auswahl für verschwunden.
Ist zusätzlich „Nach Bestellung eingeloggt bleiben” aktiv, meldet der Shop den Käufer beim ersten Aufruf automatisch wieder an. Ein Cookiewarenkorb kommt dann gar nicht erst zum Einsatz, es greift sofort die Kontoliste.

Abgleich bei mehreren Sitzungen

Beim gewöhnlichen Cookiewarenkorb überschreibt jede Änderung im Warenkorb die gespeicherte Liste vollständig. Der geräteübergreifende Warenkorb gleicht stattdessen ab, denn derselbe Käufer kann auf zwei Geräten gleichzeitig angemeldet sein. Beim Abgleich gilt die Kontoliste als führend für den Bestand und der Warenkorb als führend für die gerade vorgenommene Änderung:
  • Produkte, die nicht in der Kontoliste stehen, entfernt der Shop aus dem Warenkorb.
  • Produkte, die in der Kontoliste stehen, aber nicht im Warenkorb, legt er hinein.
  • Was der Käufer in dieser Sitzung ändert, löscht oder hinzufügt, wirkt vorrangig und wandert in die Kontoliste.
Abgeglichen wird an festen Stellen: Nach einer Bestellung entfernt der Shop alle bestellten Produkte aus der Kontoliste.

Was nicht in der Kontoliste landet

Wie beim Cookiewarenkorb bleiben Positionen außen vor, die der Shop selbst erzeugt hat oder die an eine Situation gebunden sind:
  • automatisch eingefügte Produkte (AutoBasket)
  • Happy-Hour-Produkte
  • Positionen aus einer Wunschliste
  • Angebotspositionen
  • Produkte aus externen Systemen und über die externe Schnittstelle
  • Gutschein- und Geschenkprodukte
Auch hier gibt es eine Obergrenze für die Anzahl gespeicherter Produkte. Ein Set wird beim Abschneiden nicht auseinandergerissen: Der Shop nimmt die Unterartikel noch mit und kürzt erst beim nächsten eigenständigen Produkt.

Einschränkungen

Der geräteübergreifende Warenkorb lässt sich nicht zusammen mit der SuperUser-Funktion verwenden.
Zwei weitere Punkte sollten Sie einplanen:
  • Nicht alle sitzungsabhängigen Daten werden exakt wiederhergestellt. Betroffen sind beispielsweise die Aufteilung einer Position auf mehrere Lieferadressen und die Zuweisung von Versandarten. Die Produkte kommen zurück, die Feinheiten der halbfertigen Bestellung nicht unbedingt.
  • Es fallen Leistungseinheiten an, in gleichem Umfang wie beim Cookiewarenkorb.

Web-to-Print

Bei Einsatz von Web-to-Print wirkt der Parameter SaveW2PToCookieBasket-Allow auf den geräteübergreifenden Warenkorb genauso wie auf den Cookiewarenkorb.
Referenz: Abschnitt W2P

Den Käufer informieren

In den Templates ist nichts einzurichten, damit die Funktion arbeitet. Es gibt aber Tags, mit denen Sie den Käufer darüber ins Bild setzen, was gerade mit seinem Warenkorb geschehen ist.
Gerade weil der Warenkorb nach einer Abmeldung leer erscheint, lohnt sich hier ein Satz. Der Käufer soll verstehen, dass seine Auswahl an sein Konto gebunden ist und mit der Anmeldung zurückkommt.

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