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Neben den Kerndateien für Stammdaten, Adressen und Bankverbindungen kennt der Kundenimport eine Reihe weiterer Dateien. Sie sind optional und werden nur dann benötigt, wenn Ihr Shop die jeweilige Funktion einsetzt. Die Kerndateien sind unter Import-Dateien beschrieben. Alle Dateien liegen wie die Kerndateien im Verzeichnis customerimport. Die einzige Ausnahme sind die Angebotsdateien in der Variante .dat, die im Verzeichnis data-exchange erwartet werden.

Produktkundengruppen

Über Produktkundengruppen blenden Sie Kategorien im Shop abhängig davon ein oder aus, welcher Kunde angemeldet ist. Die Zuordnung eines Kunden zu einer Gruppe kommt aus zwei Dateien: groupproductupdate.csv weist Gruppen zu, groupproductdelete.csv hebt Zuweisungen wieder auf.

groupproductupdate.csv

Um dem Kunden mit der Kundennummer 1234 die Gruppen 1 und 2 zuzuweisen, genügt diese Datei (<TAB> steht für das Tabulatorzeichen, ASCII-Code 9):
Bereits vorhandene Zuordnungen des Kunden bleiben dabei erhalten.

groupproductdelete.csv

Die folgende Datei entfernt den Kunden 1234 aus der Gruppe 1 und löscht die Gruppe 2 vollständig:

Kundenkonten, Bonuspunkte und Zuschüsse

Diese drei Guthabenarten sind die Grundlage für Bonussysteme und für Guthaben, die im Shop eingelöst werden können. Alle drei kommen aus derselben Datei accountupdate.csv. Bonuspunkte schreiben Sie einem Kunden beispielsweise für den Kauf eines Produkts gut. Hat er genug Punkte gesammelt, kann er sie im Shop einlösen. Bieten Sie keine Bonuspunkte an, lassen Sie die Spalte BonusPoints in der Importdatei weg. Kundenkonto bezeichnet ein beliebiges Guthaben. Beim Kauf wählt der Kunde die Zahlungsart “Kundenkonto” und bezahlt damit, der Shop reduziert das Guthaben anschließend automatisch. Bieten Sie kein Kundenkonto an, lassen Sie die Spalte Credit weg. Zuschüsse werden im Warenkorb von der Gesamtsumme abgezogen und bei Bestellaufgabe vom Zuschusskonto abgebucht. Ein Restbetrag bleibt für Folgebestellungen erhalten, bis der Zuschuss aufgebraucht ist.

accountupdate.csv

Die Datensätze werden ausschließlich über den UserIndex adressiert. Kontodaten lassen sich deshalb nur für Kunden importieren, die bereits in der Datenbank existieren, denn vorher ist der UserIndex nicht bekannt. Die Adressierung der Datensätze beschreibt, wie der UserIndex zustande kommt. Bei allen drei Werten können Sie statt eines absoluten Werts auch eine Differenz angeben, indem Sie dem Wert ein + oder ein - voranstellen. Hat ein Kunde 100 Bonuspunkte und Sie importieren 10, steht danach der Wert 10 in der Datenbank. Importieren Sie +10, sind es 110, bei -10 sind es 90.
Geben Sie Differenzen an, wo immer das möglich ist. Nur so kann ein Import keine Änderung überschreiben, die der Shop selbst vorgenommen hat. Ein Beispiel: Sie wollen die Bonuspunkte eines Kunden von 150 auf 100 senken, weil er telefonisch 50 Punkte eingelöst hat. Kurz vor dem Import bestellt derselbe Kunde im Shop und bekommt 77 Punkte gutgeschrieben. Importieren Sie den absoluten Wert 100, löschen Sie diese Gutschrift. Importieren Sie -50, steht am Ende der korrekte Wert 177.
Einträge der Kundenkonto-Tabelle lassen sich nicht gezielt löschen. Sie verschwinden, wenn die allgemeinen Kundendaten über custdelete.csv gelöscht werden. Die Werte auf 0 zu setzen, ist jederzeit möglich. Ein Import kann mehrere Kontodateien enthalten. Die Namen bekommen dann einen Suffix aus einem Unterstrich und einer oder mehreren Ziffern, beispielsweise accountupdate_1.csv. Die Dateien werden vor dem Import alphanumerisch sortiert, accountupdate_10.csv wird also vor accountupdate_2.csv eingelesen.

Angebotsdaten

Mit Angebotsdaten übertragen Sie ein Angebot, das Sie einem bestimmten Kunden gemacht haben, in den Shop. Der Kunde kann die enthaltenen Produkte dann online bestellen. Ein Angebot besteht aus zwei Dateien: offerheadupd enthält die Daten des gesamten Angebots wie die Versandkosten, offerprodupd die einzelnen Produkte. Gelöscht werden Angebote über offerdel. Für die Dateiendung gibt es zwei Varianten. Die .dat-Dateien liegen im Verzeichnis data-exchange, die .csv-Dateien im Verzeichnis customerimport. Beim Import über SFTP-SOAP müssen Sie die .csv-Dateien verwenden, bei der Übertragung mit dem WSPManager haben Sie die Wahl.

offerheadupd

offerprodupd

offerdel

Kundenabhängige Bestellmengen

Für jede Kombination aus Produkt und Kunde lässt sich eine minimale und eine maximale Bestellmenge hinterlegen. Angelegt und geändert werden die Einträge über orderquantityupdate.csv, gelöscht über orderquantitydelete.csv. Beide Dateien dürfen höchstens 1 GB groß sein. Die Löschdatei wird vor der Updatedatei eingelesen. Sie können Einträge in einem Import also zuerst löschen und anschließend neu anlegen.

orderquantityupdate.csv

Für die beiden Mengenfelder gelten zwei Sonderwerte. Der Wert - lässt den im Shop gesetzten Wert unverändert, ein leeres Feld wirkt genauso. Der Wert $NoLimit$ hebt ein gesetztes Limit auf, der Kunde kann danach beliebig viel oder beliebig wenig von dem Produkt bestellen. $NoLimit$ ist auch der Ausgangswert: Solange für eine Kombination aus Produkt und Kunde nie ein Limit gesetzt wurde, gilt kein Limit. Wollen Sie eine der beiden Mengen gar nicht steuern, können Sie die Spalte komplett weglassen, das entspricht dem Wert -. Darüber hinaus sind einige Eigenheiten zu beachten:
  • Beim Löschen von Produkten oder Kunden werden die zugehörigen Bestellmengen nicht automatisch mitgelöscht. Das ist Absicht, denn sonst müssten Sie die Mengen jedes Mal neu importieren, wenn ein Produkt oder ein Kunde gelöscht und wieder angelegt wird.
  • Es wird nicht geprüft, ob der Kunde oder das Produkt im Shop existiert. Dadurch können Sie Bestellmengen vor den Produkt- und Kundendaten importieren.
  • Bei Produkten mit abhängigen Variationen genügt es nicht, die Menge für den Stammartikel anzugeben. Sie müssen sie für jede einzelne abhängige Variation setzen.
  • Bestellt ein Kunde im Shop, verringert sich MaxOrderQuantity um die bestellte Menge.

orderquantitydelete.csv

In jeder Spalte ist der Sonderwert * erlaubt. Er bedeutet, dass diese Spalte beim Löschen nicht berücksichtigt wird. Steht in ProdIndex der Wert 123, in Subshop der Wert deutsch und in CustomerID der Wert *, werden die Bestellmengen des Produkts 123 für alle Kunden gelöscht.

Prime-Pakete

Die einem Kunden zugewiesenen Prime-Pakete werden über primeupdate.csv und primedelete.csv importiert. Jedem Kunden lassen sich maximal 10 verschiedene Prime-Pakete zuweisen. Jede Zeile der Importdatei entspricht einem Prime-Paket. Sollen einem Kunden 10 Pakete zugewiesen werden, enthält die Datei also 10 Zeilen für diesen Kunden. Ist ein importiertes Paket dem Kunden bereits zugewiesen, werden dessen Daten aktualisiert, sonst wird es hinzugefügt. Zugewiesene Pakete, die nicht in der Datei stehen, bleiben unverändert erhalten.

primeupdate.csv

primedelete.csv

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