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Der WEBSALE Order Manager, kurz WSOM, ist ein Windows-Programm, das auf Ihrem System installiert wird und Daten vom Shop-Server abholt: Bestellungen, Adressdatenänderungen, Anfragen und Gutscheindaten. Diese Abholweise ist die Vorgängerversion und nur noch für Bestandskunden relevant. Für neue Anbindungen wird SOAP-from-Shop empfohlen. Jeder Datensatz landet als eigene Datei in einem Verzeichnis Ihrer Wahl. Der Transfer läuft manuell oder vollautomatisch in regelmäßigen Intervallen.

Zugangsdaten und manuelle Abholung

Prüfen Sie zuerst unter Einstellungen → Zugangsdaten, ob Shop-ID und Passwort richtig eingetragen sind. In diesem Dialog konfigurieren Sie bei Bedarf auch einen HTTP-Proxy. Setzen Sie anschließend für jeden Datentyp, den Sie abholen möchten, den entsprechenden Haken und starten Sie die Übertragung mit OK.

Automatisierte Abholung

Gehen Sie zunächst wie bei der manuellen Abholung vor und achten Sie zusätzlich darauf, dass Passwort speichern angehakt ist. Starten Sie die Übertragung einmal von Hand, um die Zugangsdaten zu prüfen, bevor Sie den Automatismus einschalten. Rufen Sie dann Einstellungen → Automatisch abholen… auf und legen Sie Uhrzeiten und Intervalle fest. Die erste Abholung erfolgt dabei nicht exakt zur eingestellten Startzeit. Bei einer Startzeit von 09:30 Uhr läuft sie beispielsweise irgendwann zwischen 09:30 und 09:35 Uhr an. Wenn Ihre Weiterverarbeitung auf eine genaue Uhrzeit angewiesen ist, planen Sie diesen Versatz ein.

Die vier Datenarten

Für jede Datenart aktivieren Sie im Dialog Einstellungen → Zugangsdaten das zugehörige Kästchen. Das Zielverzeichnis lässt sich optional unter Einstellungen → Verzeichnisse ändern. Je abgeholtem Datensatz entsteht eine einzelne Datei. Bei Gutscheinen gilt eine Einschränkung, die leicht zu Fehlschlüssen führt: Abgeholt werden nur Gutscheine, die über den Gutschein-Generator neu generiert wurden. Ob ein Gutschein im Shop eingelöst wurde, steht nicht in diesen Daten. Dafür müssen Sie die Bestelldaten auswerten.

Das Format der Bestelldaten

Das Standardformat ähnelt XML, ist aber nicht XML. Die Daten sind in Sektionen gegliedert, die jeweils einen Namen tragen:
Innerhalb einer Sektion stehen die Werte als Zuweisungen:
Als Zeilentrenner dient CR/LF. Die Reihenfolge der Parameter innerhalb einer Sektion und die Reihenfolge der Sektionen untereinander sind beliebig. Vor dem Parameternamen sowie vor und hinter dem Gleichheitszeichen sind beliebig viele Leerzeichen oder Tabs zulässig. Ihr Parser darf sich also weder auf eine Reihenfolge noch auf eine feste Einrückung verlassen. Ausschnitt eines Bestelldatensatzes:
Parameter und Werte kommen im Zeichensatz ISO-8859-1. Parameternamen sind maximal 64 Zeichen lang, Werte maximal 255 Zeichen, sofern nicht ausdrücklich anders gekennzeichnet.

Konvertierungsmodule

Statt das Eingangsverzeichnis regelmäßig abzufragen, können Sie ein eigenes Programm je eingehendem Datensatz aufrufen lassen. Dieses Programm übernimmt dann die Weiterverarbeitung, beispielsweise die Konvertierung in ein eigenes Format oder das Einlesen in Ihre Warenwirtschaft. Das mitgelieferte XML-Modul nutzt genau diesen Mechanismus. Gegenüber dem Pollen des Verzeichnisses hat das zwei Vorteile: Ihr Programm startet nur, wenn tatsächlich neue Daten eingegangen sind, und es kann nicht passieren, dass Ihr Programm und der WSOM gleichzeitig auf dieselbe Datei zugreifen. Konfiguriert werden eigene Module unter Einstellungen → Konvertierungsmodule:
  • Aktiviert/Bestellungen konvertieren legt fest, ob das Modul überhaupt aufgerufen wird.
  • Anfragen bestimmt, ob zusätzlich zu Bestellungen auch abgeholte Anfragen konvertiert werden.
  • Adressendatenänderungen und Gutscheine leiten auch diese Datenarten an Ihr Modul weiter.

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