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Mit Web2Print gestaltet der Kunde seine Druckvorlage online in einem externen W2P-System und löst damit direkt die Produktion aus. Der Shop bleibt dabei die führende Stelle für die Bestellung, die Gestaltung passiert außerhalb. Der Ablauf in Kurzform: Der Kunde gestaltet, das W2P-System gibt eine eindeutige Dokumentennummer, die DocID, an den Shop zurück. Führt der Kunde die Bestellung aus, erzeugt das W2P-System anhand der DocID die endgültige Druckvorlage als PDF und überträgt sie per FTP auf den WEBSALE-Server. Von dort holt das ERP-System sie für die Produktion ab.

Web2Print und Upload-Modul schließen sich aus

Web2Print ist die Alternative zum Upload-Modul. Für ein Produkt kann der Kunde entweder das eine oder das andere nutzen, nicht beides. Der Shop setzt dafür ein Sperr-Flag, sobald er vom W2P-System eine DocID erhalten hat. Beim Upload-Modul gelten in diesem Zusammenhang zwei Besonderheiten: Ein Upload ist nur über die Bestellnummer möglich, und er ist gesperrt, wenn die Druckvorlage über das W2P-System entstanden ist. Die Upload-ID wird dem Besteller nicht mehr angezeigt, aber weiterhin erzeugt und an die technischen Systeme weitergegeben.

Produkte als W2P-fähig kennzeichnen

Je Artikel beziehungsweise Set-Oberartikel definieren Sie im ERP-System zwei Parameter auf Variantenebene. Die Gestaltungskosten erscheinen erst, wenn tatsächlich eine Gestaltung vorliegt, der Shop also eine DocID erhalten hat. Sie werden unterhalb des Warenkorbs global ausgewiesen und als globale Kosten an das ERP-System übergeben, vergleichbar mit Lieferkosten oder Kosten für klimaneutrale Produktion.

Der Aufruf aus dem Shop

Den W2P-Aufruf löst ein zusätzlicher Button auf der Produktseite und auf der Warenkorbseite aus. Ist der Besteller nicht angemeldet, erscheint beim Klick ein Popup mit zwei Optionen: Anmeldung im Shop mit anschließender Weiterleitung zum W2P-System, oder direkte Weiterleitung ohne Anmeldung. Nutzen Sie die Hinweistexte in diesem Popup, um die Vorteile der Anmeldung zu erklären. Weil die Weiterleitung den Shop verlässt, braucht jede W2P-Seite einen Zurück- oder Abbrechen-Link, der auf die Warenkorbseite zurückführt. Im Warenkorb steht ebenfalls ein Button für die W2P-Gestaltung, damit der Besteller eine Gestaltung wiederholen, ändern oder löschen kann.

Session-Timeout während der Gestaltung

Die Shop-Session läuft nach zwei Stunden ab. Weil eine Gestaltung länger dauern kann, ruft das W2P-System den Shop in regelmäßigen Abständen im Hintergrund auf, beispielsweise alle 30 Minuten, und setzt den Timeout damit zurück. Dafür dient die KeepAliveURL aus der Initialisierung.

Initialisierung per SOAP

Klickt ein Besteller auf Druckvorlage erstellen, ruft der Shop das W2P-System im Hintergrund per SOAP auf. XML-Strukturen und WSDL gibt der W2P-Anbieter vor. Globale Daten: SuccessURL und CancelURL zeigen beide auf den Warenkorb. Artikeldaten: Die Rechnungsadresse kommt als Name-Wert-Paare mit den technischen Bezeichnungen von WEBSALE. Leere Datenfelder werden nicht übergeben.

Weiterleitung in beide Richtungen

Antwortet das W2P-System auf die Initialisierung mit einer TicketID, leitet der Shop den Besteller weiter. Die Ziel-URL steht fest in der Shop-Konfiguration.
Die DocID ist optional und wird nur von der Warenkorbseite aus übergeben, wenn der Besteller eine bereits abgeschlossene Gestaltung nachträglich ändern möchte. Zurück verlinkt das W2P-System bei Abbruch auf die CancelURL und nach fertiger Gestaltung auf die SuccessURL:
Den Inhalt von w2pdata übertragen beide Seiten nicht im Klartext. Er wird mit Blowfish verschlüsselt und anschließend hex-codiert. Dafür hinterlegen Sie in der Shop-Konfiguration und im W2P-System denselben Schlüssel mit 16 Zeichen. Nach bestätigter Gestaltung zeigt der Shop im Warenkorb ein Dokumenten-Thumbnail an, das vom W2P-System erzeugt wurde.

Auftrag für die finale Druckvorlage

Führt der Besteller die Bestellung aus, ruft der Shop das W2P-System erneut per SOAP auf. Dieser Request läuft ausschließlich über SSL.
Antwortet das W2P-System mit einem Fehler oder ist es nicht erreichbar, protokolliert der Shop den Fehler und benachrichtigt den Shop-Administrator per E-Mail. Die DocID wird zusätzlich in den Bestelldaten gespeichert.

Übertragung der Druckvorlage per FTP

Das W2P-System legt die Druckdatei zusammen mit einer Synchronisationsdatei für das ERP-System auf dem WEBSALE-Server ab. Die Sync-Datei heißt finished.sync und enthält genau eine Zeile mit Datum und Uhrzeit ihrer Erstellung im Format YYYY/MM/DD HH:MM:
Der Shop übergibt dem W2P-System beim Aufruf die UploadID und die PositionID. Gleichnamige Verzeichnisse unterhalb der FTP-Root hat der Shop bereits angelegt. Die finished.sync gehört in das UploadID-Verzeichnis, die Druckdatei in das PositionID-Verzeichnis darunter. Für die UploadID AABB11CC, die PositionID 33DD55AA und die Druckdatei abc.pdf ergibt das:

Produkt ändern oder löschen

Wählt der Besteller im Warenkorb Produkt ändern oder Produkt löschen bei einem Produkt mit vorhandener DocID, wird seine Gestaltung im W2P-System ungültig und die DocID gelöscht. Er muss die Gestaltung dann erneut durchführen. Weisen Sie ihn vorher darauf hin, beispielsweise über ein Popup. Sonst verliert er seine Arbeit durch einen Klick, dessen Folge er nicht erwarten konnte.

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